Interdisziplinäres Institut

für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN)


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Herzlich willkommen auf der Homepage des IKFN der Universität Osnabrück!

Das IKFN widmet sich der interdisziplinären Erforschung der Frühen Neuzeit (ca. 1500-1800). Es gehört damit zu den wenigen deutschen Forschungseinrichtungen, die sich explizit der Frühen Neuzeit zuwenden und für ein möglichst facettenreiches Bild die verschiedenen Blickwinkel und Erkenntnisinteressen mehrerer geisteswissenschaftlicher Disziplinen bündeln. Insgesamt kooperieren im IKFN neun Fächer: Geschichte, germanistische Literaturwissenschaft, Romanistik, Anglistik/Amerikanistik, Latinistik, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, evangelische Theologie und katholische Theologie.

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Aktuelles

Vortrag

In Gedenken an Justus Möser (14. Dezember 1720 – 8. Januar 1794) veranstalten Stadt Osnabrück und Justus-Möser-Gesellschaft seit 1987 gemeinsam den Festvortrag zum Geburtstag von Justus Möser im Friedenssaal des historischen Rathauses.

In diesem Jahr spricht Herr Dr. Frank Stückemann (Bielefeld) zum Thema "Was ist die Liebe zum Vaterlande? - Voltaire, Möser und die Entstehung eines westfälischen Patriotismus"

Die Westfalenkritik des 18. Jahrhunderts fand in Voltaires Candide ein literarisches Highlight. Justus Möser setzte sich intensiv damit auseinander und entwickelte eine kulturpolitische Gegenposition, die zeitweise zu einer festen Größe westfälischen Selbstverständnisses wurde. 

Voltaire schien auch die zentralistisch-absolutistischen Tendenzen des preußischen Königs Friedrich II. zu legitimieren, dessen „aufgeklärte“ Toleranz jedoch meist auf staatspolitischen Pragmatismus beschränkt blieb. Dem stellte Möser im konfessionell wie politisch stark aufgegliederten Westfalen das Prinzip eines föderalen Patriotismus gegenüber, das sich bis hin zu dem Aufsatz Über die deutsche Sprache und Literatur in seinen Schriften findet.

Aus der etwa zeitgleichen Zusammenarbeit der Intelligenzblätter von Osnabrück, Minden und Lemgo entwickelte sich ein überkonfessionelles, gesamtwestfälisches Publikationsnetz, das bis in die Zeit des Vormärz hinein fortgesetzt wurde. 

Der ev. Theologe Frank Stückemann (*1962), langjähriger Gemeindepfarrer in der Soester Börde, promovierte 2008 über den Landpfarrer und Volksaufklärer Johann Moritz Schwager, dessen Werke er im Auftrag der LWL-Literaturkommission auch herausgibt. Neben Arbeiten zu Aufklärung und Gegenaufklärung in Westfalen veröffentlicht er Übersetzungen aus dem Englischen, Französischen und Lateinischen, u.a. Paul Verlaine. Seit 2018 nimmt er einen Forschungsauftrag der Ev. Kirche von Westfalen wahr. 

Die Veranstaltung findet am

Sonntag, 8. Dezember 2019, 11.00 Uhr, im Friedenssaal des historischen Rathauses

statt.

Hierzu laden Stadt Osnabrück und Justus-Möser-Gesellschaft herzlich ein.

IKFN-Reihe | Gefühle in Bewegung

IKFN-Reihe 2019/20: „Gefühle in Bewegung. Affekte, Geschlecht, Raum in der Frühen Neuzeit“

  • Mittwoch, 11. Dezember 2019: Dr. Nicole K. Strohmann (Hannover): Affekte – Gender – Raum que(e)rgedacht: Musikbezogene Emotionsforschung am Beispiel der hannoverschen Hofoper zum ausgehenden 17. Jahrhundert
  • Freitag, 17. Januar 2020: Prof. Dr. Daniela Hacke (Berlin): Sinne im Kulturkontakt. Sinnesirritation, Geschlecht und Kommunikation in englischen Nordamerikaberichten des 16. und 17. Jahrhunderts.
  • Mittwoch, 29. April 2020: "Affekte - Gender - Raum. Probleme und Methoden einer historischen Emotionsforschung", Prof. Dr. em. Rüdiger Schnell (Basel)
  • Mittwoch, 10. Juni 2020: Prof. Dr. Doris Kolesch (Berlin)

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Ankündigung | Forschungsbibliothek

Nach dem Altdruckbestand sind in den letzten Wochen auch die übrigen IKFN-Bestände in die Bibliothek Alte Münze umgezogen. Die Bände stehen in unveränderter systematischer Aufstellung in der Rollregalanlage im Keller und sind zusätzlich mit Nummern von 1 bis … versehen worden, um die Orientierung zu erleichtern. Noch ist keine "Selbstbedienung" möglich, wenden Sie sich bitte an die Informationstheke im 2. Lesesaal, wenn Sie Literatur aus dem IKFN-Bestand zur Nutzung vor Ort benötigen.

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Workshop | 25.10.2019

Die Dritte Partei des Westfälischen Friedenskongresses. Mediation, Umfeld und Kontinuität

Zimeliensaal der Osnabrücker Universitätsbibliothek.

Obgleich kaum erforscht, gilt die Dritte Partei des Westfälischen Friedenskongresses in der Fachliteratur gemeinhin als überkonfessionelle Gruppe reichsständischer Gesandter, die wesentlich zum erfolgreichen Abschluss des Friedens von 1648 beitrug. Wie dies der Gruppe gelang, ist eine offene Forschungsfrage. Der Workshop trägt zur Behebung dieses Desiderats bei und konzentriert sich dabei auf die Handlungspraktiken (etwa Mediation), das Umfeld sowie die Kontinuitäten der Gruppe.

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Kooperationspartner

Zentrum für Historische Friedensforschung
Universität Bonn

Studienzentrum
Venedig

Frankreichzentrum
der FU Berlin

Herzog August
Bibliothek

Museumsdorf
Cloppenburg

Uni Bologna
 

Uni Oldenburg
 

REFO 500
 

Uni Amiens
 

Uni Bordeaux III
 

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